Der digitale Energiekunde - Chancen und Risiken

Schwerpunkt: Der Energiekunde 2025  /  Von Udo Sieverding - Verbraucherzentrale NRW, D√ľsseldorf

Digitale Information und Interaktion, selbstverständliches Online-Shopping, boomende Vergleichsportale und Diskussionen über autonomes Fahren zeigen deutlich: Der Verbraucheralltag wird digital. Fragen des privaten Energieverbrauchs waren dabei bislang nur am Rande Thema. Doch das könnte sich jetzt ändern. Denn die Digitalisierung trifft den Energiemarkt zu einer Zeit, in der die Energiewende das etablierte System aus zentralen Erzeugungs- und Handelskapazitäten ohnehin auf den Kopf stellt. Zusammen mit Dekarbonisierung und Dezentralisierung formt die Digitalisierung die Zukunft dieses Sektors.

Das revolutionäre Zusammenspiel der „3D“ begegnet Energiekunden nahezu formvollendet in den aktuellen Angeboten der Prosumer-Communities und Energie-Clouds. Der teils gespeicherte Stromertrag vieler privater Solarkraftwerke wird darin über digitale Datentransfers virtuell zusammengeführt und je nach Bedarf neu verteilt. So können die Mitglieder ihren Strombedarf komplett oder nahezu vollständig aus erneuerbarer Energie decken, auch wenn ihre jeweils eigenen Anlagen allein dazu nicht ausreichen würden. Der private Reststrombezug aus zentraler Erzeugung wird minimiert und entfällt schließlich ganz.

 

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