"Digitalisierung ist kein Selbstzweck."

Schwerpunkt: Der Energiekunde 2025  /  Interview mit Robert Busch, GeschäftsfĂĽhrer des Bundesverbandes Neue Energiewirtschaft

Was will der Kunde der Zukunft? Und wie stellen sich Energieversorger darauf heute schon ein? Über diese und andere Frage unterhielt sich e21.digital mit Robert Busch, Geschäftsführer des Bundeverbandes Neue Energiewirtschaft (BNE). Eine Lösung für das Produkt der Zukunft hat auch der BNE-Geschäftsführer noch nicht in der Tasche. Nur eines scheint gewiss: Mit komplizierten Themen wie Blockchain wird man die Masse der Kunden nicht überzeugen können.

e21.digital
Herr Busch, die Energiewirtschaft rüstet sich für die Zukunft und stellt sich auf den digitalen Energiekunden ein. Umfragen zeigen aber, dass die meisten Bürger gar nicht wissen, was das Smart Grid oder ein Smart Meter sein soll. Agiert die Energiewirtschaft hier am Kunden vorbei?

Busch
Ich glaube, die Menschen fragen sich schon, warum sie zur Erfassung ihres Energieverbrauchs in ihren Kellern oder Wohnungen eine fast 100 Jahre alte Technik hängen haben, während ihr sonstiges Umfeld immer digitaler wird. Insofern können sie eine Veränderung schon nachvollziehen. Richtig ist aber sicher, dass für den Kunden vor allem zählt, dass es hell und warm zuhause ist.

e21.digital
Was bringt die Digitalisierung dann?

Busch
Ohne den Einsatz digitaler Anwendungen zum Messen und Steuern wird es schwer, die Energieversorgung CO2-freier, dezentraler und vielleicht auch etwas autarker zu gestalten, aber Digitalisierung ist kein Selbstzweck. Das ist wie bei der Schreibmaschine und dem Computer: ...

Komplette Ausgabe 03|17 herunterladen