Blockchain - Ja oder Nein?

Standpunkt  /  Christian Seelos - Chefredakteur energate
Der Hype ist vorüber, die Euphorie über das Thema Blockchain weicht mancherorts bereits der Skepsis. Die Sorge mancher Energieversorger über das eigene Geschäftsmodell wiederum weicht der Hoffnung, dass alles vielleicht doch nicht so schlimm kommt. Fakt ist: Die Blockchain-Technologie kommt nach einem Jahr der Erklär-Seminare so langsam in der Praxis an. Und manch einer stellt sich nach den ersten zaghaften Erfahrungen die Frage: Brauche ich das überhaupt? Oder sind andere Technologien für meine Anwendungsfälle nicht praxistauglicher, effizienter und auch effektiver als Blockchain?
 
Für eine Antwort ist es heute noch zu früh. Aber auch dafür, die Flinte schon jetzt ins Korn zu werfen. Das Energieeffizienzproblem der (anwenderoffenen) Blockchain lässt sich beispielsweise für bestimmte Nutzungen durch geschlossene und auf eine bestimmte Teilnehmerzahl begrenzte Systeme einschränken. Das dürfte vor allem für interne Prozesse bei Energieunternehmen interessant sein. Auch an der Umsetzung neuer datenschutzrechtlicher Anforderungen arbeiten die Blockchain-Pioniere. Sie wollen die eigentlich unveränderliche Technologie durch neue Verfahren veränderbar machen.
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