Dem Heizen mit Strom gehört die Zukunft

Markt & Technik  /  Sascha Burucker - Deutsche Energiesysteme GmbH, Berlin
Die Sektorenkopplung ist ein zentrales Element und erklärtes Ziel der Energiewende. Doch wirklich in Fahrt gekommen ist sie bisher nicht. Die Elektrifizierung der Mobilität stockt, die Verknüpfung des Stromsektors mit dem Sektor Wärme kommt kaum voran. Will Deutschland jedoch seine Klimaziele erreichen, führt kein Weg daran vorbei, auch für die Erzeugung von Wärme vermehrt auf Strom aus erneuerbaren Energien zu setzen. Die geeigneten, weil effizienten Technologien dafür sind längst vorhanden. Deren Einsatz muss jedoch durch bessere politische und ökonomische Rahmenbedingungen ermöglicht werden.
 
Blickt man auf den Status Quo, dominieren fossile Energieträger nach wie vor die Wärmeerzeugung. So werden laut der vom BDEW im Jahr 2015 veröffentlichten Studie „Wie heizt Deutschland?“ immerhin 47,8 Prozent der Wohnungen mit Erdgas beheizt, gefolgt von Ölheizungen mit einem Anteil von etwa 25 Prozent. Wind- und Solarstrom hingegen sind weit davon entfernt, die tragenden Säulen in diesem Bereich zu sein. Noch immer gilt das Heizen mit Strom landläufig als ineffizient, zu dominant scheint das Bild von „stromfressenden“ Nachtspeicheröfen und Elektroradiatoren zu sein. Ganz zu Unrecht existiert diese Assoziation nicht, verbrauchen diese Geräte doch hohe Strommengen. Gleichwohl gibt es im Bereich der Stromdirektheizungen vielversprechende Neuentwicklungen.
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