Power-to-Gas: Emissionsfreie, kommerzielle Projekte für Wohngebäude

Markt & Technik  /  Klaus Schirmer - Exytron GmbH, Rostock

Power-to-Gas, Power-to-Heat, Power-to-X – viele Experten sehen in diesen Technologien einen Schlüssel für die Speicherung der volatilen erneuerbaren Energien, sozusagen den „Missing Link“ für das Gelingen der Energiewende. Weit verbreitet ist aber auch die Ansicht, dass diese Technologien derzeit aus verschiedenen Gründen noch nicht wirtschaftlich zu betreiben sind. Man übersieht dabei, dass bereits die ersten kommerziellen und wirtschaftlichen Anlagen zur Versorgung von Wohngebäuden umgesetzt werden.

Hohe Kosten für die Anlagentechnik, ein geringer Wirkungsgrad des eingesetzten Stroms aus erneuerbaren Energiequellen sowie mangelhafte rechtliche Voraussetzungen verhindern aktuell einen wirtschaftlich sinnvollen Betrieb von Power-to-Gas-Anlagen – diese Einschätzung hört man oft, wenn es um Power-to-Gas und Power-to-X geht. In Rheinland-Pfalz und Bayern werden allerdings bereits zwei Projekte zur Versorgung von Wohngebäuden umgesetzt beziehungsweise geplant, in welchen diese Technologien erstmals kommerziell eingesetzt werden und für die betreibenden Unternehmen wirtschaftlich interessant sind. Dazu werden Anlagen der Firma Exytron eingesetzt, die speziell auf den jeweiligen Energiebedarf der Objekte ausgelegt und optimiert wurden. Zum einen handelt es sich dabei um eine neu zu errichtende Reihenhaussiedlungmit 37 Wohnhäusern, die aus einer Technikzentrale über ein Nahwärmenetz und ein Kundenstromnetz mit Energie versorgt wird. Im zweiten Projekt sollen Bestandswohnungsbauten mit über 70 Einheiten im Zuge einer Erneuerung der Energieversorgung mit der innovativen Anlage ausgerüstet werden...

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