Energieversorger tasten sich an k√ľnstliche Intelligenz heran.

Markt & Technik  /  Sascha Krauskopf - Sopra Steria Consulting

Jeder zweite Entscheider im Energiesektor sieht großes Potenzial in der künftigen Anwendung von künstlicher Intelligenz (KI). Das ergibt die „Potenzialanalyse Künstliche Intelligenz“ von Sopra Steria Consulting. Beispiele für KI in der Praxis sind allerdings
noch überschaubar. Viele Unternehmen warten noch auf reifere Technik und arbeiten an zündenden Ideen, wie sie KI am besten einsetzen.

Am Aufbau des nötigen Know-hows für den Einsatz künstlicher Intelligenz liegt es nach Auffassung der Branche nicht, warum sie mit praktischen KI-Lösungen noch wartet. Jeder zweite Top-Manager der Branche bewertet die KI-Kompetenzen im eigenen Unternehmen als sehr gut, bei den Fachkräften sind es 30 Prozent. Der Energiesektor beschäftigt sich seit Jahren mit Smart-Home- und Smart-Grid-Lösungen. Der Aufbau von Know-how im Bereich kognitiver Systeme, die mitdenken, ist bei Energieversorgern deshalb ein vergleichsweise kleiner Schritt.

Es liegt wohl eher daran, dass Energie- und Versorgungsunternehmen bei Technologietrends generell zurückhaltend sind, mal abgesehen von den „Big 4“ (E.ON, RWE, EnBW und Vattenfall) sowie den großen kommunalen Versorgern (8KU). Energieunternehmen vermeiden Risiko, und das aus einem vertretbaren Grund: Sie müssen die Energieversorgung für ein ganzes Land sicherstellen. Das bedeutet, dass die eingesetzte Technologie allerhöchste Sicherheits- und Performanceanforderungen erfüllen muss...

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